Der Sauvignon Blanc wird auch Sauvignon blanc, Blanc Fumé, oder Sauvignon Jaune genannt und ist eine Weißweinsorte mit weltweiter Verbreitung. Am Mittelrhein ist die Verbreitung eher punktuell zu finden.

Sauvignon Blanc, eine Zufallskreuzung aus Traminer × Chenin Blanc
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Sauvignon Blanc ist eine Zufallskreuzung aus Traminer × Chenin Blanc

Herkunft von Sauvignon Blanc

Sauvignon Blanc ist eine natürliche Kreuzung von Traminer × Chenin Blanc. Die Heimat der Rebsorte ist das französische Loiretal.

Die Rebsorte Tocai Friulano, die auch die Synonymnamen Sauvignonasse oder Sauvignon Vert trägt, wurde in der Vergangenheit häufig mit dem Sauvignon Blanc verwechselt. So waren noch Anfang der 1990er Jahre ein Großteil der chilenischen Sauvignon-Weine in Wirklichkeit Tocai-Friulano-Weine.

Mutationen des Sauvignon Blanc sind die Sorten Sauvignon Gris oder Sauvignon Rose, Sauvignon Noir und Sauvignon Violet.

Sauvignon Blanc in Deutschland

Für den deutschen Weinanbau spielt die Sorte mengenmäßig noch keine große Rolle. Sie lag in der Statistik der in Deutschland angebauten Rebsorten auf Platz 20 (2011) bzw. Platz 12 bei den weißen Rebsorten. Die Sorte wird aber zunehmend und erfolgreich von rund 500 Erzeugern (allein 265 in der Pfalz) in fast allen deutschen Anbaugebieten mit Ausnahme von Sachsen und Ahr kultiviert. In der Rangliste der beliebtesten Neuanpflanzungen liegt die Rebsorte mit 3,5 % in der Rangliste der beachteten Sorten. Im Anbaugebiet Pfalz wurde der Sauvignon blanc für das Jahr 2010 zur „Rebsorte des Jahres“ proklamiert.

Die größten Anbauflächen befanden sich 2011 in der Pfalz (277 Hektar), Rheinhessen (169 ha), Baden (101 ha) und Württemberg (46 ha). Kleinere Flächen gibt es an der Nahe (14 ha), im Rheingau (9 ha), an der Mosel (11 ha), Franken (15 ha), Saale/Unstrut (2 ha), am Mittelrhein (2 ha) und an der Hessischen Bergstrasse (1 ha).

Der nördlichste deutsche Weinberg mit Sauvignon Blanc befindet sich in Brandenburg in der Lage Werderaner Wachtelberg in Werder. Die gemeldete Rebfläche des Sauvignon blancs erreichte im Jahr 2011 in Deutschland einen Umfang von 650 Hektar. Das ist knapp 1 % der Rebfläche für weiße Sorten in Deutschland bzw. 0,6 % der Gesamtrebfläche.

Eine länger zurückreichende Tradition hat der Sauvignon Blanc unter anderem im badischen Durbach. Das seinerzeit dem Grafen Zorn von Bulach gehörende Gräflich Wolff Metternich’sche Weingut setzte nach 1830 in der Lage Schloss Grohl vom Château d’Yquem stammende Rebstöcke. Der Wein wurde bis in die 1980er Jahre mit einer Sondergenehmigung als „Weißer Bordeaux“ vermarktet. 2006 erzeugte das Gut hieraus erstmals eine Trockenbeerenauslese.

Ampelographische Sortenmerkmale

In der Ampelographie wird der Habitus folgendermaßen beschrieben:

Die Triebspitze ist offen. Sie ist stark weißwollig behaart mit leicht rötlichem Anflug. Die gelblichen, leicht bronzefarbenen Jungblätter sind schwach behaart.
Die kleinen bis mittelgroßen Blätter sind rundlich, meist fünflappig und nur wenig gebuchtet, aber am Blattrand stark wellig. Die Stielbucht ist V- oder U-förmig offen. Das Blatt ist stumpf gezähnt. Die Zähne sind im Vergleich der Rebsorten mittelgroß. Die Blattoberfläche (auch Spreite genannt) ist blasig derb.
Die zylinderförmige Traube ist klein und dichtbeerig. Der Traubenstiel ist kurz und vergleichsweise holzig. Die länglichen Beeren sind klein und von gelbweißlicher bis goldgelber (nur bei voller Reife) Farbe. Die Schale der Beere ist dick.
Der Sauvignon Blanc treibt relativ spät aus (zirka eine Woche nach dem Silvaner). Dadurch entgeht er eventuellen späten Frühjahrsfrösten. Der Blütezeitpunkt liegt ebenfalls spät. Der Sauvignon Blanc reift zirka 20 bis 25 Tage nach dem Gutedel. Die Sorte hat einen sehr kräftigen Wuchs. Der Ertrag ist jedoch durch starke Verrieselung eingeschränkt und liegt bei maximal 60–70 Hektolitern/Hektar.

Gegenüber dem Echten und Falschen Mehltau ist sie mittelmäßig anfällig. Sie neigt darüber hinaus zum Befall mit Schwarzfäule der Rebe und Rohfäule. Den Sauvignon Blanc zeichnet eine noch mittelgute Holzreife bei entsprechender mäßiger Winterfrosthärte aus.

Quelle: Seite „Sauvignon Blanc“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 16. November 2015, 22:38 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Sauvignon_Blanc

Sauvignon Blanc vom Mittelrhein

Am Mittelrhein haben in den letzten Jahren eine Hand voll Winzer die Sauvignon Blanc Reben angepflanzt. Unter anderem das Weingut Goswin Lambrich und Josten & Klein.

In unserem Wein Shop erhalten Sie den Goswin Lambrich Oberweseler Sauvignon Blanc QbA Trocken 2014 ab 12 Flaschen versandkostenfrei.

Dieser Wein ist einzigartig: Im Jahr 2010 startete das Projekt „Sauvignon Blanc Mittelrhein“. Auf einer ausgesuchten Parzelle wurden damals die ersten Rebstöcke dieser Rebsorte am Mittelrhein gepflanzt. Seine Aromen erinnern an grüne Paprika, Stachelbeere und frische Kräuter. Sie suchen einen idealen Begleiter zu einem pochierten Kabeljau? Dann liegen sie mit der Wahl dieses Sauvignon Blanc vom Mittelrhein genau richtig. Guten Appetit.

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